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Artikel über Papa

Auf dem Dach »

[3.Nov 2011, 19:50 | 4 Kommentare | ]
Glück.

Es fällt mir schwer über Glück zu schreiben. Schon in der fünften Klasse war das so. Wir sollten etwas zu dem Thema „Glück gehabt!” schreiben. Also formulierte ich mein persönliches Verständnis von diesem Gefühl, dass das Herz zum Hüpfen bringt. Dafür bekam ich eine Drei. Am Thema vorbei, hieß es. Weltuntergang für mich. Aufsätze waren sonst immer meine Stärke. Am Thema vorbei klingt rückbblickend so irrsinnig, wo Glück doch so individuell, so überwältigend klein oder groß sein kann.
Am Montag fand ich diese Bilder und sie bewegten mich sehr. Weil mir …

Auf dem Dach »

[11.Jun 2011, 13:20 | 2 Kommentare | ]
Darf ich vorstellen: Der Frühling.

Wann beginnt der Sommer? Entweder am 1. oder 21. Juni. In Kiel meist irgendwann dazwischen. Oder später. Oder gar nicht. In wenigen Tagen beginnt schon wieder die Kieler Woche (in Kiel ein theoretisches Sommer-Indiz), etwas später dann mein Uni-Prüfungszeitraum. Dazwischen wollen noch zwei Referate gehalten werden. Mein erster Gedanke ist sofort: Die Zeit rast. Sie rinnt mir durch die Finger und ich habe das Gefühl in dieser Zeit – zwischen dickem Wintermantel und neben verschwitzten Menschen im KVG-Bus sitzen – nichts erlebt zu haben. Und dann blättere ich mich durch …

Auf dem Dach »

[7.Jan 2011, 04:15 | 4 Kommentare | ]
Eine verspätete Weihnachtsgeschichte oder: Danke!

Der Tathergang oder so…
Mit diesem Tweet fing alles an. Kurz zuvor hatte mein Freund entdeckt, dass unser Keller aufgebrochen worden war. Als einziger Keller im Haus. Das Schloss war mit einem Bolzenschneider geknackt worden. Durch einen Zufall hatte er es entdeckt. Fahrräder noch da. Alles andere auf den ersten Blick auch. Was man halt so im Keller stehen hat. Ziemlich aufgeregt kam er hier oben in die Wohnung gerannt und erzählte mir von unserem aufgebrochenen Keller. „Ich renn’ gleich noch mal runter und hol’ deine Playmobil-Kiste hoch.” Meine Kindheitserinnerungen. Normalerweise …

Auf dem Dach, Auf dem Parkett »

[9.Nov 2010, 23:07 | 2 Kommentare | ]
Eine kleine Geschichte aus dem Wendland oder: Angela, deine Arroganz kotzt mich an

Kurzes Vorgeplänkel
Im aktuellen Spiegel hat der Philosoph Peter Sloterdijk einen ganz wunderbaren Essay verfasst. Wenn Sloterdijk nicht gerade kluge Worte im Spiegel veröffentlicht, moderiert er das Philosophische Quartett im ZDF. Der Artikel mit dem Namen „Der verletzte Stolz” befasst sich mit der Lucretia-Legende, mit der „Geburt der res publica aus dem Geist der Empörung”.1
Die Unverletzheit der zivilen Würde gilt als höchstes Gut. Der öffentliche Argwohn wacht darüber, dass Arroganz und Gier, die immer virulenten Hauptmächte der Gemeinheit, in der res publica niemals die Oberhand gewinnen.
Sloterdijk bezieht sich auf auf die …

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[8.Sep 2010, 15:58 | 2 Kommentare | ]
Wenn die „Stadtwerke” klingeln…

15.00 Uhr: Mann und ich schlafen. Wir liegen jetzt beide mit einer dicken Erkältung lang. Es klingelt an der Tür, ich scheuche den Mann aus dem Bett – wir erwarten sehnsüchtig ein Paket mit lebenden Krebsen und Schnecken (das uns hoffentlich irgendwann ‘mal erreichen wird). Der Mann wankt – in einem Zustand geistiger Umnächtigung – zur Tür, macht auf: „Guten Tag, Stadtwerke Kiel”. Ein Mann, Mitte/Ende 20, weiße Plunderhose, schwarze Jacke, dunkle Haare, steht vor ihm und will mit ihm über Gott eine Preissenkung sprechen. Ich verfolge das Gespräch aus …

Auf dem Dach »

[6.Sep 2010, 22:23 | 2 Kommentare | ]
Eben noch…

war er da: Der Sommer. Ganz bestimmt. Eben saß ich noch am Strand. Mit dem Hello Kitty Sandeimer, den ich dem Mann zum Geburtstag geschenkt hatte, und mit Paul – einem Schleich-Tintenfisch. Eben schmeckten die Lippen noch nach Salz und in der Wohnung knirschte es. Neben der Tür ganz besonders und von dort aus liefen kleine Dünen langsam über den Dielenboden aus. Und irgendwie störte das niemanden, es war ja Sommer. Und ich machte Fotos, viele Fotos. Aber schaffte es kaum, hier etwas zu schreiben. Und auch das machte nichts. …

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[24.Mai 2010, 00:26 | 3 Kommentare | ]
Mittelalterlich Phantasie Spectaculum 2010

Ok, ganz so phantsievoll ist die Überschrift nun nicht. Ich hätte auch „Seyd gegrüßt” oder so schreiben können. Wollte ich aber nicht. Und so weiß auch jeder gleich worum es geht – um Ritter, Gaukler und Artisten.
Jedes Jahr finden sich in Hohenwestedt ein paar lustige Gesellen ein und reisen zurück in das Mittelalter. Gut, einige vergessen dabei, dass dieses Zeitalter sicherlich nicht so witzig und entspannt war, wie man es an so einem Wochenende erlebt. Den meisten wäre wahrscheinlich durch den bestialischen Gestank der Appetit auf das 6-Euro-Spanferkel vergangen. Unter …

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[8.Mai 2010, 12:11 | Kein Kommentar | ]
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Das ↑ sind Wellen. So sieht es zumindest das diesjährige Kieler Woche Plakat vor. Nun will ich mich nicht wieder über das Kieler Woche-Design auslassen. Nein. Geht schon. Irgendwie. Vielmehr freue ich mich dieses Jahr auf die letzte Woche im Juni. KiWo zum ersten Mal als tatatata: Studentin. Auch schön. Ich weiß jetzt schon: Für die Uni und mich wird es eine Woche voller Missverständnisse.
Das liegt unter anderem am Musikprogramm. Unangefochten auf Platz 1 der musikalischen Highlights: Selig (Di., 22. Juni, 19.30 Uhr, Hörncampus). Seit über zehn Jahren warte ich …

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[21.Mrz 2010, 23:12 | 4 Kommentare | ]
Meerumschlungen.

Gerade erst aufgewacht, ein vorsichtiges Blinzeln. Das Handy klingelt. Mama ist dran. „Guten Mooorgen!” schallmeit es mir entgegen. Am Sonntag. Und das obwohl wir gestern bis um 2 Uhr nachts bei ihnen waren – endlich Papas Geburtstagsversprechen einlösen. Benni hat das ganze Aquarium liebevoll umdekoriert.
Viele würden jetzt sagen „Genug Zeit mit den Eltern verbracht” – wir nicht. Denn die Ausflüge mit ihnen sind immer sehr lustig. Auf, auf, es gibt eine Menge zu sehen. Die Frage war nur: Wo hinfahren an diesem sonnigen Tag und dann noch alles unter der …

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[19.Mrz 2010, 16:57 | 2 Kommentare | ]
Das Kind in mir – Abenteuer draußen

Puh, gerade so geschafft. Einen Tag vor Ablauf der 3. Runde von Heunis Projekt, habe ich endlich Zeit, auch einen kleinen Blogbeitrag zu verfassen. Das Thema: „Das Kind in mir – Abenteuer draußen”. Ehrlich gesagt ist das gar nicht so einfach. Ich war zwar oft draußen, aber musste manchmal eben auch gezwungen werden.
Auf den Spielplatz vor unserer Wohnung traute ich mich zum Beispiel fast nie. Allerdings nicht, weil ich keine Lust auf die frische Luft, sondern Angst vor den anderen Kindern hatte. Kinder sind eben gemein. In solchen Momenten wurde …