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	<title> &#187; Auf dem Parkett</title>
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	<description>Fotos und Geschichten aus Kiel</description>
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		<title>Liebes Mecklenburg-Vorpommern,</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 14:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Das Mädchen auf'm Dach</dc:creator>
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	du bist – natürlich ist das Bennis Verdienst – mein zweitliebstes Bundesland geworden. Du hast wunderschöne Strände und Küsten, die meiner Heimat Schleswig-Holstein echt Konkurrenz machen. Du hast eine atemberaubende Seenlandschaft, die mich immer wieder fasziniert und ja, das muss ich zugeben, immer wieder ein beliebstes Fotomotiv für mich ist. Eigentlich ist fast alles an dir ein tolles Fotomotiv. Die Wälder, vor allem der Müritz-Nationalpark. Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Und das große Engagement von Umweltschützern und Naturfreunden, die anderen diese Vielfalt nahe bringen und Toleranz vermitteln. Viele wundervolle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/281.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3594" title="Freiheit" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/281.jpg" alt="Freiheit" width="576" height="384" /></a></p>
	<p>du bist – natürlich ist das Bennis Verdienst – mein zweitliebstes Bundesland geworden. Du hast wunderschöne Strände und Küsten, die meiner Heimat Schleswig-Holstein echt Konkurrenz machen. Du hast eine atemberaubende Seenlandschaft, die mich immer wieder fasziniert und ja, das muss ich zugeben, immer wieder ein beliebstes Fotomotiv für mich ist. Eigentlich ist fast alles an dir ein tolles Fotomotiv. Die Wälder, vor allem der Müritz-Nationalpark. Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Und das große Engagement von Umweltschützern und Naturfreunden, die anderen diese Vielfalt nahe bringen und Toleranz vermitteln. Viele wundervolle Städte und Dörfer, die alle ihren eigenen unverwechselbaren Charakter haben. Ja, es muss noch einiges getan werden. Aber solange alles noch in Arbeit ist, bewundere und bestaune ich alte Gebäude und wie sich die Natur Dächer zu eigen macht. Und ich finde es schön!</p>
	<p>Für mich bist du auch ein Symbol für Freiheit. Nicht nur aufgrund deiner weiten Landschaften. In dir wohnen Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Die wissen, dass Freiheit nicht nur ein leerer Begriff ist, weil sie sich Freiheit erst erkämpfen mussten. Für einige war es schwer, sich erst an diese neue Freiheit zu gewöhnen. Mit der Vielfalt an Möglichkeiten sind sie überfordert. Gewiss ist einiges schiefgelaufen und vieles dauert zu lange. Dennoch bietet die Aufgabe der Freiheit nie eine Alternative – auch in schwierigen Zeiten nicht. Aber was erzähle ich dir das – du weißt es ja längst.</p>
	<p>Liebes zweitliebstes Bundesland: Ich wünsche dir, dass heute viele Menschen zur Wahl gegangen sind. Und dass sich ein überwältigender Teil deiner Einwohner für die Freiheit, Offenheit und Demokratie entschieden hat und nicht für Hass, Engstirnigkeit und Angst vor Vielfalt. Ich werde also gespannt die Hochrechnungen verfolgen. Und mit dir hoffen.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0711.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3569" title="Mecklenburg-Vorpommern, Klink" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0711.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Klink" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0513.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3576" title="Mecklenburg-Vorpommern, Müritzkreis" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0513.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Müritzkreis" width="576" height="384 " /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0125.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3577" title="Mecklenburg-Vorpommern, Aussicht vom Käflingsbergturm" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0125.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Aussicht vom Käflingsbergturm" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0415.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3578" title="Mecklenburg-Vorpommern, Kinder im Müritz-Nationalpark" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0415.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Kinder im Müritz-Nationalpark" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1012.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3579" title="Mecklenburg-Vorpommern, Frosch in einem Teich" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1012.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Frosch in einem Teich" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1414.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3580" title="Mecklenburg-Vorpommern, Ernte im Spätsommer" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1414.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Ernte im Spätsommer" width="576" height="374" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0330.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3582" title="Mecklenburg-Vorpommern, Klink" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0330.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern, Klink" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/199.jpg"></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0222.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3584" title="Mecklenburg-Vorpommern" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0222.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0416.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3587" title="Mecklenburg-Vorpommern" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0416.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern" width="576" height="576" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0514.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3588" title="Mecklenburg-Vorpommern" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0514.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1713.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3589" title="Mecklenburg-Vorpommern" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/1713.jpg" alt="Mecklenburg-Vorpommern" width="576" height="384" /></a></p>
	<h3><span style="color: #527ca8;">Weitere Fotos aus der Region&#8230;<br />
</span></h3>
	<p><a title="Kinder, Kleister, Krusenkoppel – Kieler Woche (1)" href="http://www.fenni.de/blog/2011/06/kinder-kleister-krusenkoppel-kieler-woche-1/" target="_blank"></a><a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150777296850495.740609.339133895494&amp;type=1" target="_blank">Ankommen I</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150785854085495.743203.339133895494&amp;type=1" target="_blank">Ankommen II</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150787190735495.743605.339133895494&amp;type=1" target="_blank">Schwarz. Weiß. Sehen.</a>
</p>
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		<title>Coming Home: Die Gorch Fock erreicht Kiel.</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 21:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Das Mädchen auf'm Dach</dc:creator>
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	I&#8217;m coming home
Tell the World I&#8217;m coming home
Let the rain wash away all the pain of yesterday
I know my kingdom awaits and they&#8217;ve forgiven my mistakes
I&#8217;m coming home, I&#8217;m coming home
Tell the World that I&#8217;m coming
	Man kann über die Bundeswehr denken, was man will. Man kann über die Marine denken, was man will. Ganz bestimmt kann man besonders über die Gorch Fock und Traditionen im Allgemeinen denken, was man will – was in meinem kleinen Kopf hierzu vorging, hatte ich an anderer Stelle schon einmal angerissen. Aber egal, was ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="576" height="40" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><br />
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	<p>I&#8217;m coming home<br />
Tell the World I&#8217;m coming home<br />
Let the rain wash away all the pain of yesterday<br />
I know my kingdom awaits and they&#8217;ve forgiven my mistakes<br />
I&#8217;m coming home, I&#8217;m coming home<br />
Tell the World that I&#8217;m coming</p>
	<p><div id="attachment_2760" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0315.jpg"><img class="size-full wp-image-2760 " title="Am gestrigen Abend ankerte die Gorch Fock noch in der Kieler Bucht vor Strande." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0315.jpg" alt="Am gestrigen Abend ankerte die Gorch Fock noch in der Kieler Bucht vor Strande." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Am gestrigen Abend ankerte die Gorch Fock noch in der Kieler Bucht vor Strande.</p></div></p>
	<p>Man kann über die Bundeswehr denken, was man will. Man kann über die Marine denken, was man will. Ganz bestimmt kann man besonders über die Gorch Fock und Traditionen im Allgemeinen denken, was man will – was in meinem kleinen Kopf hierzu vorging, hatte ich <a href="http://www.fenni.de/blog/2011/01/die-bundeswehr-und-ihr-eigenes-bermudadreieck/" target="_blank">an anderer Stelle</a> schon einmal angerissen. Aber egal, was man über all&#8217; das denkt: Heute war ein besonderer Tag.</p>
	<p>Ein besonderer Tag für zahlreiche Marineangehörige, die in den vergangenen Wochen und Monaten mit Sicherheit von einigen Schlagzeilen und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,741105,00.html" target="_blank">Entscheidungen</a> überrannt wurden – und dementsprechend nicht einschätzen konnten, was sie heute an der Mole erwarten würde. Ein besonderer, trauriger Tag, für die Angehörigen der tödlich verunglückten Kadettin, die heute kein heimkehrendes Kind in die Arme schließen konnten&#8230; Ein besonderer Tag für Kiel, weil die Gorch Fock einfach zu Kiel gehört. Für die meisten bedeutete dieser Tag allerdings vor allem eins:</p>
	<h2>Nach Hause kommen.</h2>
	<p><div id="attachment_2741" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/cominghome.jpg"><img class="size-full wp-image-2741 " title="Die letzten Schritte auf dem Marinestützpunkt bevor es nach Hause geht. Diese Seesäcke wurden auf der langen Reise von den Lehrgangsteilnehmern selbst bestickt. " src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/cominghome.jpg" alt="Die letzten Schritte auf dem Marinestützpunkt bevor es nach Hause geht. Diese Seesäcke wurden auf der langen Reise von den Lehrgangsteilnehmern selbst bestickt. " width="576" height="864" /></a><p class="wp-caption-text">Die letzten Schritte auf dem Marinestützpunkt bevor es nach Hause geht. Diese Seesäcke wurden auf der langen Reise von den Lehrgangsteilnehmern selbst bestickt. </p></div></p>
	<p>Für mich war es auch ein besonderer Tag: Zum ersten Mal konnte ich  die Gorch Fock beim Einlaufen in den Hafen beobachten. Und dann auch  gleich bei so einem historisches Einlaufen, von dem man nicht weiß, ob  es das letzte dieser Art war. Ich bin keine große Traditionalistin. Mich  überkommen keine Tränen, wenn das Musikkorps anfängt zu spielen<sup><a href="http://www.fenni.de/blog/2011/05/06/coming-home-die-gorch-fock-erreicht-kiel/#footnote_0_2705" id="identifier_0_2705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vor  allem dann nicht, wenn das Musikkorps auf einem Marinest&uuml;tzpunkt &bdquo;In the  navy&rdquo; spielt &ndash; wie heute ">1</a></sup>. Ich bin kein außerordentlich großer Fan  der Bundeswehr, einfach weil ich Krieg ziemlich blöd finde<sup><a href="http://www.fenni.de/blog/2011/05/06/coming-home-die-gorch-fock-erreicht-kiel/#footnote_1_2705" id="identifier_1_2705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich bin  aber auch zu sehr angehende Politikwissenschaftlerin, um zu glauben,  dass man die Bundeswehr abschaffen k&ouml;nnte.">2</a></sup>.</p>
	<p>Aber in dem Moment, in dem die Gorch Fock, von anderen Schiffen begleitet, an <em>ihre</em> Mole zurückkehrt, bin ich sehr froh, Kielerin zu sein und erfreue mich ausnahmsweise an der Tradition.</p>
	<p><div id="attachment_2779" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0211.jpg"><img class="size-full wp-image-2779" title="Das Segelschulschiff erreicht die Tipitzmole." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0211.jpg" alt="Das Segelschulschiff erreicht die Tipitzmole." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das Segelschulschiff erreicht die Tipitzmole.</p></div></p>
	<p><div id="attachment_2780" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0110.jpg"><img class="size-full wp-image-2780 " title="Das Musikkorps nimmt das Schiff in Empfang." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0110.jpg" alt="Das Musikkorps nimmt das Schiff in Empfang." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Das Musikkorps...</p></div></p>
	<p><div id="attachment_2781" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/075.jpg"><img class="size-full wp-image-2781 " title="... sowie zahlreiche Familienangehörige und Freunde nahmen die Besatzung in Empfang." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/075.jpg" alt="... sowie zahlreiche Familienangehörige und Freunde nahmen die Besatzung in Empfang." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">... sowie zahlreiche Familienangehörige und Freunde nahmen die Besatzung in Empfang.</p></div></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/085.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2784" title="Matrose wartet in der Menschenmenge." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/085.jpg" alt="Matrose wartet in der Menschenmenge." width="576" height="384" /></a></p>
	<p><div id="attachment_2785" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/096.jpg"><img class="size-full wp-image-2785" title="Noch ist ungewiss, wie es mit der Gorch Fock in Zukunft weitergehen wird." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/096.jpg" alt="Noch ist ungewiss, wie es mit der Gorch Fock in Zukunft weitergehen wird." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Noch ist ungewiss, wie es mit der Gorch Fock in Zukunft weitergehen wird.</p></div></p>
	<p><div id="attachment_2786" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/105.jpg"><img class="size-full wp-image-2786" title="Kleiner Junge im Matrosenanzug wartet auf seinen Papa." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/105.jpg" alt="Kleiner Junge im Matrosenanzug wartet auf seinen Papa." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Ungeduldiges Warten.</p></div></p>
	<p><div id="attachment_2789" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/116.jpg"><img class="size-full wp-image-2789" title="Der Junge auf dem vorherigen Bild hielt gemeinsam mit seiner Schwester diesen roten Luftballon." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/116.jpg" alt="Der Junge auf dem vorherigen Bild hielt gemeinsam mit seiner Schwester diesen roten Luftballon." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Der kleine Junge auf dem vorherigen Bild hielt mit seiner Schwester diesen Luftballon – sie taten mir so leid, weil sie ihren Vater (hier im Hintergrund) schon sehen konnten, aber noch nicht zu ihm durften... Auch nach einer Trennung von über einem halben Jahr hat das Zeremoniell Vorrang.</p></div></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/126.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2792" title="Lagebesprechung." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/126.jpg" alt="Lagebesprechung." width="576" height="384" /></a></p>
	<p><div id="attachment_2794" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/134.jpg"><img class="size-full wp-image-2794" title="Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/134.jpg" alt="Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl.</p></div></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/146.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2795" title="Matrose." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/146.jpg" alt="Matrose." width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/156.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2800" title="15" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/156.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><div id="attachment_2801" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/165.jpg"><img class="size-full wp-image-2801" title="Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein und Thorsten Albig aktueller Oberbürgermeister und Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/165.jpg" alt="Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein und Thorsten Albig aktueller Oberbürgermeister und Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Christian von Boetticher, Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein und Thorsten Albig aktueller Oberbürgermeister und Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein für die kommende Landtagswahl.</p></div></p>
	<p><div id="attachment_2803" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/176.jpg"><img class="size-full wp-image-2803" title="Ein letzter Gruß an das Schiff." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/176.jpg" alt="Ein letzter Gruß an das Schiff." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Ein letzter Gruß an das Schiff.</p></div></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/192.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2804" title="19" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/192.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/201.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2805" title="20" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/201.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><div id="attachment_2806" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/23.jpg"><img class="size-full wp-image-2806" title="Gegner der Bundeswehr machten ihrem Unmut vor dem Eingang zum Marinestützpunkt Luft." src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/23.jpg" alt="Gegner der Bundeswehr machten ihrem Unmut vor dem Eingang zum Marinestützpunkt Luft." width="576" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Gegner der Bundeswehr machten ihrem Unmut vor dem Eingang zum Marinestützpunkt Luft.</p></div></p>
	<h2>Nachtrag</h2>
	<p>So liegt die Lady nun an der Mole und schäft&#8230;</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0111.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2823" title="01" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0111.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0212.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2824" title="02" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0212.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a>
</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2705" class="footnote">Vor  allem dann nicht, wenn das Musikkorps auf einem Marinestützpunkt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kgJSSsSINZw" target="_blank">„In the  navy”</a> spielt – wie heute </li><li id="footnote_1_2705" class="footnote">Ich bin  aber auch zu sehr angehende Politikwissenschaftlerin, um zu glauben,  dass man die Bundeswehr abschaffen könnte.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Schweres Grau…</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 20:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Das Mädchen auf'm Dach</dc:creator>
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	Es ist schön hier. Rechts der Fluss, der ruhig vor sich hin fließt, hin und wieder schwappen ein paar Wellen ans Ufer. Hausboote wiegen sich hin und her. Umringt von saftig-grünen Bäumen. Der Weg schlängelt sich weiter, über sandigen Boden, vorbei an Kiefern. „Vorsicht Seilbahn!” Kinder klettern auf Bäume, besuchen gemeinsam mit ihren Eltern den großen Spielplatz. Am Wegesrand wachsen Löwenzahn, links entlang der Bahnschienen. Bänke am Ufer mit Blick auf die Elbe. Angler versuchen hier ihr Glück. In den Hecken zwitschern Vögel. Ja, es ist ist wirklich sehr schön ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0001.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2599" title="0001" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0001.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p>Es ist schön hier. Rechts der Fluss, der ruhig vor sich hin fließt, hin und wieder schwappen ein paar Wellen ans Ufer. Hausboote wiegen sich hin und her. Umringt von saftig-grünen Bäumen. Der Weg schlängelt sich weiter, über sandigen Boden, vorbei an Kiefern. „Vorsicht Seilbahn!” Kinder klettern auf Bäume, besuchen gemeinsam mit ihren Eltern den großen Spielplatz. Am Wegesrand wachsen Löwenzahn, links entlang der Bahnschienen. Bänke am Ufer mit Blick auf die Elbe. Angler versuchen hier ihr Glück. In den Hecken zwitschern Vögel. Ja, es ist ist wirklich sehr schön hier. Bis sich zwischen dem Frühlingsgrün schweres Grau breitmacht, fast mahnend in den Himmel ragt. Und man sich fragt, ob die Angler nicht ein mulmiges Gefühl haben. Irgendwie. Diese, auf den ersten Blick, idyllische Landschaft liegt in Geesthacht, Ortsteil&#8230;</p>
	<h2>Krümmel.</h2>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/123.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2596" title="12" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/123.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p>Dreieinhalb Kilometer lang war der Weg hin zum Atomkraftwerk, gesäumt wurde er von fröhlichen Jugendlichen, Rentnern, jungen Familien mit Kindern, Fahrradfahrern. Fast wie ein ganz normaler Osterausflug. Nur, dass diese Menschen – neben ihren gelben Fahnen, Buttons, Aufklebern und noch zusammengerollten Transparenten  – eine Botschaft mit sich trugen: Nein zur Atomkraft. Ursprünglich waren die Kundgebungen an den siebzehn deutschen AKWs dem 25jährigen Jahrestag des Tschernobyl-Unglücks geschuldet. Dann folgte Fukushima. Und die Kundgebungen bekamen eine weitere sckreckliche, höchst aktuelle Bedeutung.</p>
	<p>Das Atomkraftwerk Krümmel ist seit Juli 2009 nicht mehr in Betrieb. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird es auch nie wieder ans Netz gehen. Abgeschaltet wurde das Kraftwerk allerdings nicht aus Vernunftsgründen im eigentlichen Sinne, sondern aus der Not heraus: Nach mehreren Zwischenfällen in einem sehr kurzen Zeitraum wäre der Weiterbetrieb mehr als grob fahrlässig gewesen. Eine Kundgebung vor diesem Atomkraftwerk ist also mehr als symbolträchtig.</p>
	<p>Der Platz vor dem AKW füllte sich schnell, am Rand hatten verschiedenste Organisationen Informationsstände aufgebaut und die Bauern aus dem Wendland (<a href="http://www.fenni.de/blog/2010/11/eine-kleine-geschichte-aus-dem-wendland-oder-angela-deine-arroganz-kotzt-mich-an/" target="_blank">speziell erwähnt seien hier diejenigen aus Göhrde</a>) mit den großen gelben Kreuzen an ihren Treckern waren schon aus der Ferne gut zu erkennen. Alt-68er in Birkenstock demonstrierten neben Jugendlichen in Sneakers: Selten konnte man bei einer Demo wohl so sehr davon sprechen, dass alle Bevölkerungsteile vertreten waren. Außerdem war die gesamte Veranstaltung extrem friedlich: Selbst eine Katzenausstellung in der Ostseehalle erfordert wohl ein größeres Polizeiaufgebot. Gezählt haben wir gestern lediglich drei Streifenwagen.</p>
	<p>Ein besonderer Moment der Kundgebung war sicherlich als Jurij Wazkel das Wort ergriff: Er war einer der Liquidatoren in Tschernobyl, von denen heute nach seinen Angaben nur noch 200 leben. Seine geteilten Erfahrungen lösten bei mir etwas zwischen höchstem Respekt und großem Entsetzen aus. Er berichtete auch über die gesundheitlichen Probleme, die die ehemaligen Liquidatoren begleiten, dass sie sich halbjährig untersuchen lassen müssen, das Geld hierfür aber selbst aufgebracht werden muss – und wohlhabend sind diese Menschen definitiv nicht. Abschließend bedankte er sich für die große Anti-AKW-Bewegung in Deutschland, wünschte allen Demonstranten viel Erfolg und rief zum Durchhalten auf. Die aus Tokyo stammende Michi Kitazawa-Engel berichtete anschließend über die aktuelle Lage in Japan und versuchte Erklärungen dafür zu finden, weshalb ihre Landsleute weiterhin an der Atomenergie festhalten.</p>
	<p>Parallel zur Kundgebung wurde der Zaun rund um das Kraftwerk mit Transparenten geschmückt, auf denen zum einen politische Forderungen, aber auch Wünsche für eine friedlichere Welt geschrieben wurden. Was Vattenfall wohl damit macht?</p>
	<p><div id="attachment_2615" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/BenniFennigegenAtomkarft.jpg"><img class="size-full wp-image-2615" title="BenniFennigegenAtomkarft" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/BenniFennigegenAtomkarft.jpg" alt="" width="576" height="864" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Lisbeth B. Hardel</p></div></p>
	<p>Nach der Kundgebung wurde der Atomkraft „der Rücken gekehrt” und der Demonstrationszug machte sich wieder auf den Weg in die Innenstadt, wo direkt am Elbufer weitere Aktionen stattfanden.</p>
	<h2>Mein kleines persönliches Fazit-Ding&#8230;</h2>
	<ul>
	<li>Die Aktion war wirklich toll geplant (auch wenn es die Bauern und die Radfahrer-Demo wahrscheinlich etwas anders sehen: Das lag aber daran, dass die (Dorf-?)Polizei ihnen eine ganze Weile die Zufahrt zur Kundgebung versperrt hat). Vor allem die Idee des parallelen Protests an allen AKWs finde ich gelungen.</li>
	<li>Danke an Mama, Papa, Merle und meinen liebsten Protest-und-auch-sonst-immer-Freund Benni – es war &#8216;mal wieder ein schöner Tag mit euch!</li>
	<li>Ich habe endlich meine langersehnte Protest-Fahne, die mir bei Wind immer im Gesicht rumhängt, aber das ist nicht weiter schlimm.</li>
	<li>Zwei Stunden schlafen, weil man unbedingt noch Demonstrations-Schilder basteln wollte, sind in Ordnung. Für den Protesttag. Dafür ist der Tag danach im Eimer.</li>
	<li>Ich brauche dringend noch viel mehr Demo-Übung. Kann dank Kamera-die-ganze-Zeit-auf-einer-Seite-tragen-und-dabei-demonstrieren heute nicht mehr laufen. Oder ich werde einfach alt.</li>
	<li>Vattenfall ist nicht nur <span style="text-decoration: line-through;">scheiße</span> blöd. Nein, neben dem AKW haben sie auch ein (eins! Soweit ich das erkennen konnte) Alibi-Windkraftwerk installiert. Putzig irgendwie. Ich bewerte es einfach &#8216;mal als Anfang. Weitermachen, Vattenfall!</li>
	</ul>
	<p>Achso: Laut ausgestrahlt finden am <a href="http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/28mai.html" target="_blank">28. Mai</a> weitere Großdemos statt – eine unter anderem in Kiel! Da zählen dann keine Ausreden mehr. Ich wollt&#8217;s nur schon einmal sagen: Nicht, dass man im Nachhinein nichts davon gewusst hätte ;)</p>
	<h2>Und jetzt noch die Fotos&#8230;</h2>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/001.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2620" title="001" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/001.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/055.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2622" title="05" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/055.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/073.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2624" title="07" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/073.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/083.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2625" title="08" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/083.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/094.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2626" title="09" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/094.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/103.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2627" title="10" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/103.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/114.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2628" title="11" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/114.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/132.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2629" title="13" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/132.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/143.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2630" title="14" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/143.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/154.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2631" title="15" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/154.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/173.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2633" title="17" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/173.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a>
</p>
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		<title>Als die Maus die Atomkraft erklärte…</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 23:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Das Mädchen auf'm Dach</dc:creator>
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	Mehr als 20 Jahre ist es her, dass die Sendung mit der Maus eine ganze Folge der Atomkraft widmete. Zwei Jahre zuvor war in Tschernobyl der GAU eingetreten. Viele Kinder (und auch Erwachsene) stellten sich zu der Zeit wahrscheinlich ähnliche Fragen, wie sie heute immer noch – oder wieder – gestellt werden. Die Maus hat mich durch meine gesamte Kindheit begleitet und wenn ich es heute schaffe, schaue ich sie mir immer noch gerne an. Die „Nachkriegs-Maus” war eine meiner liebsten Folgen – besser kann man Kindern diese Zeit, meiner ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/153.jpg"><img class="size-full wp-image-2525 alignnone" title="Abschalten" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/153.jpg" alt="Anti-AKW-Demo, Hamburg, Schild mit Aufschrift: Abschalten ihr Wichser." width="576" height="384" /></a></p>
	<p>Mehr als 20 Jahre ist es her, dass die Sendung mit der Maus eine ganze Folge der Atomkraft widmete. Zwei Jahre zuvor war in Tschernobyl der GAU eingetreten. Viele Kinder (und auch Erwachsene) stellten sich zu der Zeit wahrscheinlich ähnliche Fragen, wie sie heute immer noch – oder wieder – gestellt werden. Die Maus hat mich durch meine gesamte Kindheit begleitet und wenn ich es heute schaffe, schaue ich sie mir immer noch gerne an. Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Vm9DeqQ5G50" target="_blank">„Nachkriegs-Maus”</a> war eine meiner liebsten Folgen – besser kann man Kindern diese Zeit, meiner Meinung nach nicht erklären. Heute stieß ich also auf die „Atom-Maus”. Und da die Sendung schon mehr als 20 Jahre alt ist, fragt man sich: Hm, klingt genauso wie heute – haben die Menschen in mehr als zwei Dekaden noch nichts dazu gelernt? Und wie fortschrittlich war die Sendung mit der Maus, dieses Thema 1988 schon so aufzubereiten? Das Video ist jedenfalls eine gute Inspiration für Eltern, die ihren Kindern die Atomkraft erklären möchten – wenn man sich nicht sowieso gleich das Video zusammen anschauen möchte.</p>
	<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="576" height="330" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><br />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
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	<p>Ein weiterer interessanter zur Beitrag zur Atomkraft stammt von Frank Schirrmacher, wurde heute auf faz.net veröffentlicht und trägt die Überschrift <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E02AA44CC26634CBDB7322680CADEA714~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">„Rhetorik und Realität: Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds”</a>. Meiner Ansicht nach ist es selten so gut gelungen, vermeintliche Argumente von Atomkraft-Befürwortern zu entlarven. Sehr gelungen!</p>
	<h2>Seid doch mal ehrlich&#8230;</h2>
	<p>Am Samstag bin ich mit Benni nach Hamburg gefahren, um an der  Demonstration „Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten” teilzunehmen. Ich  möchte jetzt kein ausschweifendes Statement abgeben, nur so viel:</p>
	<ul>
	<li>Wir waren viele, beeindruckend viele.</li>
	<li>Wir waren friedlich.</li>
	<li>Wir waren alle ganz unterschiedlich. Ich habe selten so viele Familien neben der Jugend diverser NGOs auf einer Demonstration gesehen – und so viele laute Kinder, die ihrem Unmut Luft machten :)</li>
	</ul>
	<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="576" height="330" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><br />
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	<p>(„Seid doch &#8216;mal ehrlich: Atomkraft ist gefährlich!”, Video von <a href="http://www.youtube.com/user/KingMcBENz" target="_blank">Benni</a>)</p>
	<h2>Ja, und dann gibt es noch meine Fotos&#8230;<a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/029.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2542" title="02" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/029.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0310.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2543" title="03" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/0310.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/045.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2545" title="04" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/045.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/054.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2546" title="05" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/054.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/082.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2547" title="08" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/082.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/142.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2549" title="14" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/142.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></h2>
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		<title>Die Bundeswehr und ihr eigenes Bermudadreieck</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 22:46:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[	Ber&#124;mu&#124;da&#124;drei&#124;eck, das; -[e]s: auch bekannt als Teufelsdreieck; Seegebiet nördlich der Karibik, das durch ungeklärte Vorfälle u.a. in der Seefahrt bekannt wurde
	Keine Angst, ich möchte jetzt nicht alle (öffentlich gewordenen) Vorkommnisse der letzten Monate bei der Bundeswehr zusammenfassen oder analysieren. Es gibt nur einige Gedanken, die ich hier zusammenfassen möchte.
	Und warum?
	Ich war nie bei der Bundeswehr. Mein Papa auch nicht. Ich bin also ziemlich unbeteiligt. Allerdings wurde durch Benni, der als Soldat auch im Kosovo war, mein Interesse für die Bundeswehr geweckt. Das heißt nicht, dass ich jetzt ein Armee-Fan bin. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img class="alignnone size-full wp-image-2400" title="Geschwindigkeit" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Symbol1hoch.jpg" alt="" width="576" height="864" /><strong>Ber|mu|da|drei|eck</strong>, das; -[e]s: auch bekannt als Teufelsdreieck; Seegebiet nördlich der Karibik, <em>das durch ungeklärte Vorfälle u.a. in der Seefahrt bekannt wurde</em></p>
	<p>Keine Angst, ich möchte jetzt nicht <em>alle</em> (öffentlich gewordenen) Vorkommnisse der letzten Monate bei der Bundeswehr zusammenfassen oder analysieren. Es gibt nur einige Gedanken, die ich hier zusammenfassen möchte.</p>
	<h2>Und warum?</h2>
	<p>Ich war nie bei der Bundeswehr. Mein Papa auch nicht. Ich bin also ziemlich unbeteiligt. Allerdings wurde durch <strong>Benni</strong>, der als Soldat auch im Kosovo war, mein Interesse für die Bundeswehr geweckt. Das heißt nicht, dass ich jetzt ein Armee-Fan bin. Man bekommt nur andere Einblicke, versteht das ein oder andere besser und setzt sich mehr mit dem Thema auseinander. Ich mache das zumindest. In meinem bisher noch recht kurzem Studium der Politikwissenschaft war die Bundeswehr wohl das Thema, mit dem ich mich am ausführlichsten beschäftigt habe. Ich habe eine Hausarbeit zum Thema „Politische Strategiefähigkeit und Möglichkeiten der politischen Kontrolle in Bezug auf Auslandseinsätze der Bundeswehr im 21. Jahrhundert” geschrieben. Dafür habe ich ein halbes Jahr lang nahezu jeden Tag recherchiert – damals war die Kunduz-Affäre ein Top-Thema in den Medien. Ich habe mich bei einer Uni-Veranstaltung lange mit <strong>Reinhold Robbe</strong> (Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages a.D.) unterhalten und ihn später für meine Hausarbeit interviewt. Ich hatte viele Fragen. Und habe sie immer noch. Es geht dabei immer um diesselben Fragen&#8230;</p>
	<ul>
	<li>Welche <strong>Strategien</strong> hat die deutsche Politik in Sicherheitsfragen? Welchen Kurs schlägt sie ein und wie erfolgreich ist sie damit? Wie soll die Transformation der Bundeswehr vonstattengehen – und funktioniert diese Transformation nur auf dem Papier oder ist sie praktikabel?</li>
	<li>Wie verläuft das <strong>Zusammenspiel</strong> zwischen dem deutschen Bundestag (insbesondere dem Verteidigungsausschuss), dem Verteidigungsministerium, den militärischen Eliten und den „einfachen Soldaten”?</li>
	<li>Ist eine <strong>demokratische Kontrolle</strong> der Bundeswehr auf befriedigende Weise möglich und wird dieses Recht von den Abgeordneten des Bundestages auch ausreichend genutzt?</li>
	<li>Wie können Soldaten und ihre Familien, aber auch die gesamte Bevölkerung, lernen, mit den Anforderungen an eine <strong>Einsatzarmee</strong> im 21. Jahrhhundert umzugehen? Kann und muss die Politik dafür Sorge tragen, dass die Soldaten mehr Rückhalt in der Zivilbevölkerung finden?</li>
	<li>Wie ausgeprägt ist das „Eigenleben der deutschen Armee”? Warum ist das — auch wenn es mir schwer fällt, es zu begreifen – eventuell so wichtig und überhaupt die Voraussetzung dafür, dass eine demokratische Kontrolle stattfinden <em>darf</em>?</li>
	</ul>
	<p>Das alles sind auch Fragen, die gerade nach den z.T. erst jetzt bekannt gewordenen Ereignissen, immer lauter nach Klärung schreien. Ich kann sie nicht beantworten, bisher konnte sie mir auch niemand anders wirklich beantworten. Ich kann nur wirre Gedanken einwerfen.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Gegenlicht.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2433" title="Gegenlicht" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Gegenlicht.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<h2>Pol-i-Khomri</h2>
	<p>Am 17. Dezember wurde in der Nähe des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Pol-i-Khomri ein deutscher Soldat tot aufgefunden. Als Benni und ich diese Meldung im RSS-Feed der Bundeswehr lasen, wunderten wir uns schon ein wenig. Tot aufgefunden. Nicht „bei einem Feuergefecht ums Leben gekommen” oder ähnliches. Zuerst dachten wir an Selbstmord. Vielleicht war genau das die Intention des BMVg. Danach kam nichts mehr. Nur eine Meldung zur Überführung des toten Soldaten.</p>
	<p>Nun – nachdem öffentlich wurde, dass eben dieser Soldat durch die Waffe eines Kameraden getötet wurde, bleiben drei Szenarien: Ein Soldat, der irgendwie durchdrehte, brachte seinen Kameraden um, ein Schuss löste sich zufällig (Benni hat mir erklärt wie so etwas vonstattengehen könnte, weil ich es nicht glauben wollte) oder es gab tatsächlich die viel zitierten „Waffenspiele”.</p>
	<p>Alle Szenarien sind für die Bundeswehr höchst unangenehm – alle sind tragisch, auch wenn die letzte Möglichkeit zudem noch unfassbar ist und geradezu dämlich wirkt. Im Vorfeld beider Szenarien muss irgendetwas schief gelaufen sein – was, das muss unbedingt aufgeklärt und abgestellt werden. Es sterben genug Soldaten unnötig in Auslandseinsätzen. Im Normalfall handelt es sich hierbei aber um unabwendbare Kampfhandlungen oder tödliche Sprengfallen, also um – so unendlich makaber das auch klingt — Berufsrisiko. Da dieses Risiko für Soldaten ohnehin sehr hoch ist, muss es doch wohl möglich sein, weitere Risiken, die von Seiten der Bundeswehr selbst beeinflusst werden können, gegen Null tendieren zu lassen&#8230;</p>
	<h2>Feldpost</h2>
	<p>Bei dem Thema Feldpost bin ich noch dabei, mir eine Meinung zu bilden. Zum einen steht natürlich fest: Auch für Soldaten gilt wie für jeden anderen Bundesbürger das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis. Darunter fallen natürlich auch Briefe, in denen USB-Sticks verschickt werden – was auch immer auf den Sticks gespeichert war. Gehen wir &#8216;mal vom „Normalfall” aus und Soldaten haben auf diese Weise z.B. Fotos nach Hause geschickt, von sich selbst und ihren Kameraden. Vielleicht auch noch ein paar private Texte oder sonstwas. Oder aber die Speichermedien wurden günstig in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marketender" target="_blank">Marketendern</a> erworben und sollten als Geschenke nach Hause geschickt werden. In beiden Fällen wäre eine Öffnung der Feldpost und das Entfernen der USB-Sticks eine Katastrophe und ein massiver Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Sollte es allerdings Hinweise darauf gegeben haben, dass Soldaten Militärgeheimnisse nach Deutschland übermitteln wollten, sieht die ganze Situation anders aus. Wer weiß, ob der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_den_Milit%C3%A4rischen_Abschirmdienst" target="_blank">MAD</a> hier seine Finger im Spiel hatte. In diesem Fall würde ein Abfischen der Sticks immer noch einen faden Beigeschmack hinterlassen, aber ggf. der Sicherheit anderer Soldaten dienen. Ich hoffe, dass dieser Vorfall lückenlos aufgeklärt wird, schließlich geht es hier um eine Grundrechtsverletzung der Soldaten&#8230;</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Glocke.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2422" title="Glocke" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Glocke.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<h2>Gorch Fock</h2>
	<p>Seit der Inbetriebnahme der zweiten Gorch Fock 1958 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gorch_Fock_%281958%29#Unf.C3.A4lle" target="_blank">starben</a> an Bord sechs Soldaten bzw. Soldatinnen. Vier von ihnen verunglückten durch Stürze von den Masten. Sicherlich: Ein Segelschiff ist kein Ponyhof, man ist nicht bei der Bundeswehr, um betüddelt zu werden und auch andere Ausbildungsabschnitte in anderen Truppengatttungen sind hart. Trotzdem muss eine Ausbildung – auch bei der Bundeswehr – menschenwürdig und unter höchsten Sicherheitsstandards ablaufen.</p>
	<p>Wie im ersten Teil des Textes bereits erwähnt: Die Bundeswehr führt ein Eigenleben. Es gibt Rituale und Ansichten, die Außenstehende wohl nicht verstehen können, ich auch nicht. Und vielleicht muss es dieses Eigenleben geben, um Begriffe wie Kameradschaft mit Inhalt zu füllen, um bestimmte Situationen auch einfach durchstehen zu können.</p>
	<p>Die Frage ist eben, wie weit dieses Eigenleben gehen darf und wie eine Ausbildung beim Bund verlaufen muss. Eine Äquator-Taufe? Klar. In Erbrochenem? Nein. Eine strikte Hierarchie? Klar, die ist Bestandteil der Bundeswehr. Erniedrigungen? Nein. Aufgrund der Eingaben beim Wehrbeauftragten, muss man momentan davon ausgehen, dass das Prinzip der Inneren Führung auf der Gorch Fock anscheinend nur auf dem Papier existierte.</p>
	<p>Wenn Soldaten in einen Auslandseinsatz gehen, ist dies auch eine schwierige Situation für ihre Familien. Denn neben den Entbehrungen im Familienleben kommt auch die Angst hinzu, dass der Vater, die Mutter, der Sohn, die Tochter, der Mann oder die Frau im Einsatz ums Leben kommen könnte. Diese Gefahr ist in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu vor zwanzig Jahren angestiegen. Es ist ein Szenario, mit dem heutzutage jeder, der in einen Auslandseinsatz geht, rechnen muss – und damit auch die Angehörigen.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Takelage.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2475" title="Takelage" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Takelage.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p>Die beiden Offiziersanwärterinnen, die in einem zeitlichen Abstand von ungefähr zwei Jahren durch den Dienst auf der Gorch Fock starben, waren 18 und 25 Jahre alt. Wenn Eltern ihre Kinder auf ein Segelschulschiff gehen lassen, damit sie dort einen Ausbildungsabschnitt absolvieren können, müssen die Eltern üblicherweise nicht damit rechnen, ihre Kinder in einem Sarg nach Hause geschickt zu bekommen. Auch hier gilt: Es muss doch wohl  möglich sein, weitere Risiken, die von Seiten der Bundeswehr selbst  beeinflusst werden können, gegen Null tendieren zu lassen&#8230; Klar, die Gorch Fock ist ein großes Segelschiff. Die Arbeit in der Takelage ist gefährlich und überall können Unfälle passieren. Aber die Umstände, unter denen beide Frauen starben sind dubios.</p>
	<p>Wenn ich auf der sonst mit recht guten Beiträgen gefüllten Facebook-Seite <a href="http://www.facebook.com/ErhaltetdieGorchFock?ref=ts" target="_blank">„Erhaltet die Gorch Fock”</a> diesen Beitrag lese</p>
	<blockquote><p>Wär&#8217; das Weib am Herd geblieben, so wär&#8217; es nicht im Meer getrieben!</p></blockquote>
	<p>kocht in mir die Wut hoch. Der Verfasser des Beitrags ist bekennender Antifeminist, da er anscheinend (wie sich aus anderen Beiträgen erkennen lässt) von einer starken Frau verletzt wurde. Wer so etwas schreibt</p>
	<blockquote><p>Somebody heared about Gorch Fock, the German  ship??? Fucking cockless bastards invadeded and are now destroying  reputation of Germany&#8217;s most famous and beloved sailing-ship!!!</p></blockquote>
	<p>lässt tief blicken. Ich gehe nicht davon aus, dass es auf der Gorch Fock von solchen Typen wimmelt. Ich möchte hier jetzt auch keine Feminismus-und-Frauen-bei-der-Bundeswehr-Debatte lostreten. Starke Frauen können bei der Bundeswehr genauso viel leisten wie Männer. Außerdem bin ich der Meinung, dass Frauen und Männer sich im Team gut ergänzen können. Aber natürlich kann es durch Frauen bei der Bundeswehr auch Streitigkeiten und Eifersüchteleien unter den männlichen Soldaten und umgekehrt geben. Solche Konflikte könnten auch mögliche Ursachen für die beiden Todesfälle sein. Meiner Meinung nach wurde das Thema Frauen bei der Bundeswehr und die daraus entstehenden Chancen, Probleme und möglichen Gruppendynamiken noch nicht ausreichend untersucht. Überhaupt ist das Militär als Forschungsgegenstand in der deutschen Politikwissenschaft und Soziologie unterrepräsentiert.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Takelage2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2476" title="Takelage2" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Takelage2.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<p>Kapitän Schatz wurde vom <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740870,00.html" target="_blank">Spiegel</a> wie folgt zitiert: <em>„Die Jugend sitzt nicht mehr im Kirschbaum, sondern eher vorm Computer.  Und dies macht die Ausbildung auf einem Segelschiff mit 45 Meter hohen  Masten für die meist 19-jährigen Offiziersanwärter von heute, die direkt  nach dem Abitur zur Marine kommen, gefährlicher als früher.&#8221;</em> Diese Aussage wirft bei mir zwei Gedanken auf:</p>
	<ul>
	<li>Bezogen auf die Anforderungen an Offiziersanwärter auf einem Dreimaster mag dies tatsächlich ein Problem sein, früher nicht besonders oft auf Bäume geklettert zu sein. Ich kann diese Kritik in gewissen Teilen sogar verstehen. Jeder, der die umstrittene Reportage <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QKLBGo1jIRo" target="_blank">&#8220;Feldtagebuch – allein unter Männern&#8221;</a> gesehen hat und hierzu die Aussagen des noch umstritteneren Hauptfeldwebels Fortenbacher wahrgenommen hat, kennt solche Sätze. Natürlich ist es schwierig mit Rekruten, die ggf. noch nie draußen gezeltet haben, ein Biwak durchzuführen. Und natürlich sollten Vorgesetzte erwarten dürfen, dass bei ihren Schützlingen eine gewisse Sportlichkeit vorhanden ist. Die Erwartungen der Vorgesetzten stimmen also zum Teil nicht mit den Fähigkeiten der Rekruten überein.</li>
	<li>Als Offizier auf modernen Schiffen der Bundeswehr dürften Computerkenntnisse allerdings eine größere Bedeutung haben als besonders gute Kletterfähigkeiten. Hier wird also deutlich, dass wiederum die Erwartungen der Vorgesetzten nicht mehr hundertprozentig mit den realistischen Anforderungen an Offiziersanwärter übereinstimmen. Es hilft niemandem, wenn das neue Profil der Bundeswehr nicht bei den Vorgesetzten ankommt.</li>
	</ul>
	<p>Ich bin der Ansicht, dass der Ausbildungsabschnitt auf der Gorch Fock nautische Grundlagen vermitteln soll. Eine Vorbereitung auf den Ernstfall kann die Ausbildung auf dem Segelschulschiff nicht bieten, da sie nichts mit der Einsatzpraxis gemein hat. Von daher sind Praktiken wie das ewige Auf- und Abtakeln bis zur völligen Erschöpfung – was anscheinend so üblich war – nicht notwendig. Für die Vermittlung von Grundlagen der Seefahrt ist die Gorch Fock in meinen Augen ein guter Ort. Deshalb sollte das Segelschulschiff auch im Dienst bleiben. Über den (Un)sinn einiger Verfahren auf dem Schiff und unnötige Risiken sollten sich Bundeswehr und BMVg aber dringend Gedanken machen und neue Konzepte vorlegen. Dies gilt aber auch für die Ausbildung in anderen Truppengattungen.</p>
	<p>Anscheinend gab es auch immer wieder Konflikte zwischen der Stammbesatzung, insbesondere den Mannschaftern, und den Rekruten. Für mich sind diese Konflikte unausweichlich: Das Vorgesetzenverhältnis wird auf der Gorch Fock quasi umgekehrt. Die Mannschaftsdienstgrade der Stammbesatzung sind den Offiziersanwärtern in puncto Erfahrung weit überlegen. Die Rekruten stehen gerade erst am Anfang ihrer Karriere, fühlen sich den Mannschaftsdienstgarden aufgrund der eigenen angestrebten militärischen Laufbahn aber im schlimmsten Fall überlegen. In meinen Augen besteht hier ein hohes Konfliktpotenzial – im Kopf behalten sollte man aber auch das Verhältnis von 23 Mannschaftsdienstgraden (Stammbesatzung) zu bis zu 138 Lehrgangsteilnehmern.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Steuer1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2477" title="Steuer" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/Steuer1.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<h2>Was jetzt?</h2>
	<p>Es sind wie immer viel zu viele Fragen für mich einzelnen, kleinen Menschen. Und viel zu viele Ereignisse, die ich nicht verstehen kann, zum Teil auch nicht will. Die Fragen, die ich oben aufgeführt habe, sollten dringend von der Politik und den militärischen Eliten beantwortet werden. Ganz besonders wichtig ist es in meinen Augen, dass die Wissenschaft interdisziplinär in diesen Prozess eingebunden wird. Und dass auf viele schöne Ideen, Tatsachen folgen.</p>
	<p>Heute wurde das Bundestagsmandat für Afghanistan verlängert – was ich befürworte. Nicht, weil ich jemals den Afghanistan-Krieg befürwortet habe, sondern weil ich der Meinung bin, dass man ein Land nicht so instabil zurücklassen kann. Allein aus Respekt vor den Soldaten. Es wäre mehr als wünschenswert gewesen, wenn Politik und Militär <em>vor </em>einem solchen Einsatz eine vernünftige Strategie entwickelt hätten. Nein, nicht nur für solche Einsätze, sondern für alle Strukturen innerhalb der Armee.</p>
	<p>Aber gerade an Tagen wie diesen, an denen sich das Parlament für die Weiterführung des Afghanistan-Einsatzes ausspricht und damit auch den zukünftigen Weg für die Bundeswehr festlegt, sollten sich die Verantwortlichen dringend Gedanken darüber machen, wo dieser Weg überhaupt hinführen soll und welches Gepäck man den Soldaten mitgibt&#8230;
</p>
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		<title>CSU: Schwarz und dumm</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 10:35:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[	Naja, ursprünglich zielte die CSU mit ihrem Negative Schrott Campaining auf die Grünen ab und betitelte die Partei ein kleines Strichmännchen als grün und dumm. Ob das Strichmännchen nun dumm ist – ich weiß es nicht. Ob die CSU dumm ist? Ja.
	Mal ganz abgesehen davon, dass das Männchen im CSU-Spot nicht grün ist – grün ist nur der Hintergrund, das Männchen ist genauso durchsichtig wie die Bäume (ah, ja, jetzt verstehe ich den Titel des Videos „Ein Blick hinter die Fassade”&#8230; genial).
	Liebe Freunde Leute von der CSU,
das hier (←) ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Naja, ursprünglich zielte die CSU mit ihrem <span style="text-decoration: line-through;">Negative</span> Schrott Campaining auf die Grünen ab und betitelte <span style="text-decoration: line-through;">die Partei</span> ein kleines Strichmännchen als grün und dumm. Ob das Strichmännchen nun dumm ist – ich weiß es nicht. Ob die CSU dumm ist? Ja.</p>
	<p>Mal ganz abgesehen davon, dass das Männchen im CSU-Spot nicht grün ist – grün ist nur der Hintergrund, das Männchen ist genauso durchsichtig wie die Bäume (ah, ja, jetzt verstehe ich den Titel des Videos „Ein Blick hinter die Fassade”&#8230; genial).</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/SchwarzesMännchenCSUgruen1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2296" title="SchwarzesMännchenCSUgruen" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/SchwarzesMännchenCSUgruen1-262x300.jpg" alt="" width="219" height="249" /></a>Liebe <span style="text-decoration: line-through;">Freunde</span> Leute von der CSU,<br />
das hier (←) ist ein Strichmännchen, das eine Steinschleuder UM hat (außerdem hat es einen Kniefehler):</p>
	<p>Euer Strichmännchen hat eine Steinschleuder IN DER HAND. Hätte sich aber nicht gereimt. Blöd jetzt. Ich weiß: Angesichts dieser <span style="text-decoration: line-through;">fulminanten</span> beknackten „Kampagne” ist das hier Leiden auf hohem Niveau. Apropos Niveau – sucht euch doch &#8216;mal Wahlkampfberater, die welches haben.</p>
	<p>Achso: Das Video hätte ich auch blöd gefunden, wenn der Hintergrund rot, gelb, pink oder sonst was gewesen wäre.</p>
	<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="584" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><br />
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</p>
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		<title>Eine kleine Geschichte aus dem Wendland oder: Angela, deine Arroganz kotzt mich an</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 22:07:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[	
	Kurzes Vorgeplänkel
	Im aktuellen Spiegel hat der Philosoph Peter Sloterdijk einen ganz wunderbaren Essay verfasst. Wenn Sloterdijk nicht gerade kluge Worte im Spiegel veröffentlicht, moderiert er das Philosophische Quartett im ZDF. Der Artikel mit dem Namen „Der verletzte Stolz” befasst sich mit der Lucretia-Legende, mit der „Geburt der res publica aus dem Geist der Empörung”.1
	Die Unverletzheit der zivilen Würde gilt als höchstes Gut. Der öffentliche Argwohn wacht darüber, dass Arroganz und Gier, die immer virulenten Hauptmächte der Gemeinheit, in der res publica niemals die Oberhand gewinnen.
	Sloterdijk bezieht sich auf auf die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/062.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1989" title="06" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/062.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
	<h2>Kurzes Vorgeplänkel</h2>
	<p>Im aktuellen Spiegel hat der Philosoph Peter Sloterdijk einen ganz wunderbaren Essay verfasst. Wenn Sloterdijk nicht gerade kluge Worte im Spiegel veröffentlicht, moderiert er das <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,1021352,00.html" target="_blank">Philosophische Quartett</a> im ZDF. Der Artikel mit dem Namen „Der verletzte Stolz” befasst sich mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lucretia" target="_blank">Lucretia-Legende</a>, mit der „Geburt der res publica aus dem Geist der <em>Empörung</em>”.<sup><a href="http://www.fenni.de/blog/2010/11/09/eine-kleine-geschichte-aus-dem-wendland-oder-angela-deine-arroganz-kotzt-mich-an/#footnote_0_1978" id="identifier_0_1978" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Emp&ouml;rung des Volkes &uuml;ber die Vergewaltigung Lucretias &ndash; daraus resultierte das Ende der Monarchie und der Beginn der r&ouml;mischen Republik">1</a></sup></p>
	<blockquote><p>Die Unverletzheit der zivilen Würde gilt als höchstes Gut. Der öffentliche Argwohn wacht darüber, dass Arroganz und Gier, die immer virulenten Hauptmächte der Gemeinheit, in der res publica niemals die Oberhand gewinnen.</p></blockquote>
	<p>Sloterdijk bezieht sich auf auf die aktuelle Protestkultur in Deutschland und benennt, die seiner und auch meiner Meinung nach, ursächlichen Gründe hierfür: Der verletzte Stolz des Volkes und das Gefühl, von der Politik übergangen zu werden. Die „Bürgerausschaltung” (Sloterdijk) durch Brot und Spiele – oder eben McDonald&#8217;s und „Bauer sucht Frau” – funktioniert nicht mehr.</p>
	<blockquote><p>Mit einem Mal steht er wieder auf der Bühne – der thymotische Citoyen, der selbstbewusste, informierte, mitdenkende und miteintscheidungswillige Bürger (&#8230;).</p></blockquote>
	<p>Es ist die Arroganz der Regierenden, die die Menschen auf die Straße treibt. Die Berufspolitiker, die den von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politik_als_Beruf#Inhalt" target="_blank">Max Weber </a>benannten und so wichtigen Eigenschaften (sachliche Leidenschaft, Verantwortungsgefühl, ein distanziertes Augenmaß) nicht mehr so recht entsprechen wollen. Der mit Abstand schönste Satz in Sloterdijks Essay ist aber dieser hier: <strong>Dass Politik hierzulande immer mehr dem Monolog eines Autistenclubs nahekommt, zeigt die aktuelle Linie der schwarz-gelben Regierung in Fragen der Atomenergie.</strong></p>
	<h2>Ein Sonntag im Wendland</h2>
	<p>Dass diese Ansicht anscheinend viele Leute in Deutschland teilen, zeigte sich am Wochenende im Wendland. Spontan entschieden wir, also Mama, Papa, Benni und ich, uns am Sonntag nach Dannenberg zu fahren: Zum Kurzbesuch bei <a href="http://www.twitter.com/diewespe" target="_blank">Freunden </a>und dann zur Verladestation in Breese. Dass wir dort nie ankommen sollten, konnten wir im Vorfeld nicht ahnen.</p>
	<p>Gerade im Landkreis Lüchow-Dannenberg angekommen, erwartete uns die erste Straßensperre: Demonstranten hatten Strohballen auf die Kreuzung gerollt, die Polizei war dabei, die Blockade zu räumen. Und schon hier wurde die kreative und vielleicht in Deutschland einzigartige wendländische Protestkultur sichtbar: <a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/025.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2003" title="02" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/025.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/042.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2017" title="04" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/042.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a></p>
	<p>Als die Blockade geräumt war, setzten wir unsere Fahrt auf der B216 mit Ziel Dannenberg fort – um dann kurze Zeit später wieder zum Anhalten gezwungen zu werden. Ein Dutzend Trecker stand mitten auf der Zufahrtsstraße nach Dannenberg. Unser Plan für den Tag war es ja ursprünglich gewesen, uns den Protesten am Verladebahnhof Breese anzuschließen – dort wo die Castoren von der Schiene auf die Straße gebracht werden. Daraus wurde nichts. Weder wir, noch die Castoren sollten an diesem Sonntag am Verladebahnhof ankommen.</p>
	<p>Der Grund für Letzteres waren natürlich zum einen die fleißigen Demonstranten, die stundenlang in klirrender Kälte auf den Gleisen ausharrten &#8211; an dieser Stelle: Danke und meinen größten Respekt – ich hätte die Nacht wahrscheinlich nicht durchgehalten! Ja, das sind schöne Bilder für die Presse. Glitzernde Aludecken im Flutlicht. Dass es aber Bauern, wie die in Göhrde, waren, die mit ihren Treckern die Zufahrtsstraßen blockierten und damit die Räumung der Demonstranten auf der Schiene verhinderten, da der Polizei schlichtweg die Verstärkung fehlte, tauchte in der Berichterstattung selten bis nie auf. Bauern die gekonnt ihre Trecker verkeilen, ja selbst Bauern die mit ihren Treckern einen Wasserwerfer und ein Räumfahrzeug der Polizei einkesseln, sehen halt im ersten Moment unspektakulärer aus.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/071.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2031" title="07" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/071.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a></p>
	<p>Und so verbachten wir unseren Tag bei den Göhrdener Bauern und ihren Treckern, unterhielten uns angeregt mit Demonstranten jeglicher Couleur, lernten wie der Protest im Wendland seit 30 Jahren funktioniert und was sich die Bewohner jedes Jahr Neues einfallen lassen. Ob es Bäume sind, die zufällig beim Fällen auf die Straße fallen, Trecker, denen plötzlich das Benzin ausgeht, Reifenwechsel, die leider etwas länger dauern&#8230;</p>
	<p>Seit Sonntag weiß ich auch, wie es sich anfühlt, wenn eine Hundertschaft immer näher kommt und man enger zusammenrückt, mit den Bauern aus Göhrde. Wenn man sich kurz rückversichert bei den Erfahrenen, was jetzt zu tun ist und merkt wie man sich etwas gerader macht, wenn einem diese Hundertschaft gegenübersteht, um zwei Zentimeter größer zu wirken. Und wie es sich anfühlt, für sich selbst den Beschluss zu fassen, sich auch hinzusetzen und von der Polizei wegtragen zu lassen, wenn es sein muss. Ein gutes Gefühl übrigens.</p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/101.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2054" title="10" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/101.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a></p>
	<p><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/112.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2038" title="11" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/112.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a></p>
	<h2><a href="http://www.fenni.de/blog/wp-content/151.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2053" title="15" src="http://www.fenni.de/blog/wp-content/151.jpg" alt="" width="576" height="380" /></a>Weitere Erkenntnisse des Tages&#8230;</h2>
	<ul>
	<li>Die Wendländer Demonstranten sind extrem gut organisiert und freundlich – alle paar Stunden brachte irgendwer Essen und Trinken vorbei. Die Suppe gegen 21 Uhr, nach Stunden in der Kälte, war die wahrscheinlich beste Suppe meines Lebens. Neben der Suppe gab es Tee, Äpfel, Bananen und Kekse. Die Wendländer sind sogar so nett, dass sie der von ihnen eingekeilten Polizei noch Suppe bringen.</li>
	<li>Irgendwas läuft organisatorisch bei der Polizei schief. Mehrmals landete die Polizei in unserer Straßensperre – aber nicht um sie zu räumen, sondern weil sie nicht wussten, dass die Blockade existierte. Und das obwohl die Trecker schon seit dem Morgen an der Stelle standen und wohl auch bei jedem Castor-Transport diese Straße blockieren.</li>
	<li>Ja, es gibt sie: Die fähigen, guten Polizisten. Die, die sich tatsächlich politisch informieren. Eine politische Meinung haben, wissen, was sie tun und <em>warum</em> sie es tun. Die, die Verständnis für die Demonstranten haben und sich über die fehlgeleitete Politik beklagen. Und die, die wissen, wie man Situationen entschärft. Die, die sich wie „Leibeigene der Politik” fühlen, was mir Angst macht.</li>
	</ul>
	<h2>Schluss jetzt</h2>
	<p>Ich tanze immer noch vor Wut durch die Küche. Als angehende Politikwissenschaftlerin kenne ich all&#8217; die Strukturen des politischen Systems, ich kenne die Regeln, nach denen Politik spielt. Ich finde unsere Verfassung, die keine ist, gut, sie hat sich bewährt und sie ist klug. Aber die Inhalte, mit denen diese Strukturen momentan gefüllt werden, begreife ich nicht. Und ich für meinen Teil werde keine Ruhe geben.</p>
	<p>Danke Göhrde, dass ich ein Teil eures Protestes sein durfte und auf diese Weise auch meinen Protest ausdrücken konnte. Es war toll mit euch! Falls jemand aus Göhrde diesen Beitrag liest (vor allem Frank, der sich die Fotos angucken wollte): Wie ist es mit euch weitergegangen? Wurde die Blockade nachts noch geräumt?</p>
	<p>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1978" class="footnote"> Empörung des Volkes über die Vergewaltigung Lucretias – daraus resultierte das Ende der Monarchie und der Beginn der römischen Republik</li></ol>]]></content:encoded>
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