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Jahresrückblick: Liebes 2013, am Ende wurden wir doch Freunde.

30 Dezember 2013 Das Mädchen auf'm Dach Keine Kommentare

Alle Jahre wieder trägt es sich zu, dass die Menschen ihre Facebook-Jahresrückblicke veröffentlichen. Im eigenen Profil kann dann eingesehen werden welche zwanzig Momente des Jahres xy das Unternehmen für wichtig gehalten hat. Und weil diese Prozedur auf Algorithmen und Statistiken beruht, setzt meist schnell die Ernüchterung ein. Trotzdem muss dieser Link unbedingt geteilt werden, meint man, gerne mit dem Zusatz „Komisch, was Facebook für meine schönsten Momente hält.”

Leben

Jahresrückblicke sind aber auch ohne Facebook eine komische Sache. Weil wir Dinge verklären, Wunden verheilt sind, wir uns Monate später nicht mehr an genau das Gefühl erinnern können, weil wir nicht zugeben wollen, dass wir manchmal völlig irrational handeln. Dennoch wird das hier ein Jahresrückblicksversuch – mit den Momenten, an die ich mich ganz ohne Facebook erinnere.

Zweitausenddreizehn.

Das Jahr startete turbulent: Es ging darum, den Schutt aus 2012 wegzuschaffen, irgendwie weiterzumachen und gleichzeitig neu anzufangen. Kurz gefasst hieß das: Bewerbung, Vorstellungsgespräch, neuer Job für Benni – mit netten Kollegen und einer tollen Chefin –, Gerichtsverhandlung mit seinem alten Chef, viel nachdenken, viel weinen, viel Papierkram ausfüllen. Während Benni sich mit meiner Mama, die für ihn jedes Mal den Umweg nach Büdelsdorf fuhr, auf den Weg zur Arbeit machte, habe ich für uns beide Statistik für die Angstklausur gepaukt. Zeitweise glaubte ich, dass wir ertrinken würden, aber wir haben uns gegenseitig die Köpfe hochgehalten und bekamen viel Unterstützung von unseren Familien.

Und ganz langsam, ohne dass wir es richtig bemerkten und ich den genauen Zeitpunkt festlegen könnte, wurde alles irgendwie gut. Wir hatten wenig Zeit, viel weniger als im Jahr zuvor, aber wir nutzten die Zeit, die wir hatten, anders. Auch wenn wir dafür einige Projekte ruhenlassen mussten. Alles ist ganz anders als ich es mir vor einem Jahr hätte vorstellen können. Ich hatte weniger Gelegenheiten zu fotografieren, mein Begleiter fehlte meistens. Ich hatte das Gefühl, gar nichts fotografiert zu haben, bis ich mein Archiv durchstöbert habe und lächeln musste. Benni und ich werden das Studium nicht gemeinsam beenden können, für Benni steht nun erst einmal sein Job im Vordergrund. Ich hatte es mir anders ausgemalt und war sehr traurig, dass dieser Lebensabschnitt nun so schleichend und doch plötzlich zu Ende gegangen war. Bis mir klar wurde, dass alles, so wie es ist, richtig und gut ist.

Ganz wichtig war für mich der Fotoworkshop mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Oktober. Für mich selbst konnte ich aus diesen Stunden ganz viel mitnehmen.

Mit allen Höhen und Tiefen war dieses Jahr wohl ein Jahr der Erkenntnis. Ich habe viel gelernt, manchmal meine Grenzen erreicht, ich habe viel geschafft und vor allem viele nette Menschen kennengelernt und tolle Dinge erlebt. Im kommenden Jahr warten bereits Herausforderungen und spannende Projekte auf mich, auf die ich mich sehr freue. 2013, du hast mich wirklich herausgefordert – aber am Ende bin ich glücklich mit dir und mit mir und sehr dankbar.

Zweitausenddreizehn in Bildern.

Ich hatte Lieblingslieder:

Lieblingslieder

Ich bin verreist:

Fernseher

Bodensee III

Bodensee II

Ich habe den Frühling gesehen…

Frühling

Vogelhaus

… und Herzen gefunden:

Herz

Ich habe mir das Häkeln beigebracht. Ein bisschen. Und mir auf dem Balkon einen Teich angelegt und meinen ersten selbstgezogenen Salat gegessen:

Salat

In der Küche hat mich überraschend ein kleiner Vogel besucht:

Vogel

Vogel in der Küche

Ich bin im Sommer durch Felder gelaufen mit ausgestreckten Armen:

Gerstenfeld

Ich bin ganz früh aufgestanden, um den Nebel und den Morgentau einzufangen:

Moor

Ich war an meinem Geburtstag im Tierpark und habe meine Bärenmütze getragen:

Bärenmütze

An dem Tag im Tierpark haben Benni und ich einen kleinen Kumpel gefunden:

Vogel im Tierpark

Ich durfte ein Foto mit dem Kommandaten der Gorch Fock machen:

Helge Risch

Die Gorch Fock selbst habe ich natürlich auch besucht:

Fenja Gorch Fock

Benni ist auch mitgekommen:

Fenja und Benni Gorch Fock

Bei Regen und viel Wind bin ich alleine zur Windajmmerparade gegangen:

Windjammerparade

Ich saß mit Benni in der Sonne:

Benni und ich

Ich habe mich selbst fotografiert:

Selbstportrait

Und Benni:

Benni

Ich habe gegen die Überwachung demonstriert:

Demo Hamburg

Ich habe am Strand gelegen und die Wellen kommen und gehen sehen:

Wellen

Kieler Förde

Ich habe am Hafen gesessen:

Hafen

Rettungsring

Seit Juni habe ich einen tollen Mini-Job an der Uni, mit sehr netten Kollegen, der mir viel Spaß macht. Und ich habe meine Angst-Panik-Waaaah-Statistik-Klausur mit 1,3 bestanden. Yay! Den Stoff dafür habe ich mir in wenigen Tagen selbst beigebracht, darauf war ich ziemlich stolz.

Uni-Hochhaus

Und dann waren da die vielen goldenen Momente. Zum Beispiel die kleine Schlange Ringelnatz, die Benni und ich an der Schwentine getroffen haben:

Ringelnatter

 

Und der Sonnenschimmer:

Sonnenaufgang

Und die Hochzeiten, die ich fotografieren durfte, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat:

Hochzeit

Und die Farben im Herbst:

Herbst

Und die vielen, vielen kleinen Dinge, über die ich mich immer wieder freuen kann:

Waldwichtel

Und dann sind da zwei ganz besondere kleine Wesen…

die in diesem Jahr in mein Leben getreten sind. Im Mai habe ich ein kleines Chamäleon-Mädchen in mein Herz geschlossen und es Dropsi genannt:

Dropsi

Sie durfte auch schon ihre Verwandten kennenlernen:

Dropsi und ihre Verwandten

So ein entzückendes Mädchen wie Dropsi soll natürlich nicht allein bleiben – irgendwann soll sie einmal kleine Chamäleon-Babies haben. Deswegen und weil er einfach ein unfassbar schöner Chamäleon-Junge ist, durfte ich im Dezember den kleinen Fuchur zu uns holen. Er ist erst ein halbes Jahr alt und sehr, sehr niedlich. Wie gesagt: Ende letzten Jahres konnte ich mir noch nicht ausmalen, wie dieses Jahr verlaufen würde. Aber Ende dieses Jahres bin ich sehr, sehr glücklich.

Fuchur

Fuchur IIDropsi III

 

 

 

 



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