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Eine exklusive Twitter-Führung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof

16 September 2012 Das Mädchen auf'm Dach 3 Kommentare

Modell einer Badeszene aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell einer Badeszene aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Dass das Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof immer einen Besuch wert ist, wissen die Kieler. Dass das Museum auch auf Twitter vertreten ist, ist den meisten Kielern bestimmt auch schon bekannt. Aber wie schafft man den Sprung von Twitter direkt ins Museum? Julia Liedtke, Volontärin im Stadtmuseum und begeisterte Twitterin, hatte die Idee, einmal etwas ganz Neues auszuprobieren: Eine exklusive Vorab-Führung für die Twitter-Follower des Museums. Die aktuelle Ausstellung „Balnea. Architekturgeschichte des Bades” wird zwar erst heute offiziell eröffnet – als Twitter-Nutzer kam man aber schon am Freitag, den 14. September 2012, in den Genuss, die Ausstellung unter der fachkundigen Begleitung der Kuratorin Dr. Ursula Quecke und Museumsdirektorin Dr. Doris Tillmann zu besichtigen.

Der Themenraum über „Kiel” und andere Seebäder in der Ausstellung  „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Der Themenraum über „Kiel” und andere Seebäder in der Ausstellung „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Leider nahmen bei Weitem nicht alle Kieler Follower dieses Angebot wahr: Dafür blieb uns als kleine Twitter-Gruppe umso mehr Zeit für Fragen und einen angeregten Austausch mit den Initiatoren. Ich muss gestehen, dass ich mich vorher nicht wirklich mit der Geschichte von Bädern auseinandergesetzt hatte und so sehr gespannt, aber völlig ahnuhngslos, die Ausstellung betrat. Im Ergeschoss des Museums werden zahlreiche Modelle von Bädern aus unterschiedlichen Epochen ausgestellt: Dabei reicht die Spannweite von eher sehr privaten Lustorten für den Adel, über exklusive, pompöse Bäder für die gehobenen Gesellschaftsschichten bis hin zur Wasch- und Badeanstalt Schweinemarkt in Hamburg, die für die Allgemeinheit zugänglich war und allen Bürgern eine bessere Hygiene erlauben sollte. In Kiel wird die Wanderaustellung durch einen speziellen Bereich zur Bäderarchitektur der Landeshauptstadt ergänzt. Warum gibt es das Seebad Düsternbrook nicht? Warum wurde früher unter einem Verdeck gebadet? Und warum sind unsere heutigen Spaßbäder eigentlich gar keine Erfindung der Neuzeit? Diese Fragen und noch viele mehr, lassen sich bei einem Besuch in der Ausstellung klären. Wer sich für gesellschaftliche Entwicklungen, vor allem für den Normen- und Wertewandel, interessiert, ist in dieser Ausstellung hervorragend aufgehoben. Ganz „nebenbei” gab es für mich noch eine tolle Einführung in die Architekturgeschichte und nicht zuletzt in die Geschichte Kiels.

Die exklusive Führung hat wirlich Spaß gemacht und ermöglichte einen Einblick in ein Themenfeld, mit dem ich mich sonst nicht so sehr auseinandersetze. Bedanken möchte ich mich vor allem bei Julia Liedtke, ohne deren Mut eine solche Veranstaltung wohl nicht möglich gewesen wäre. Und beim nächsten Mal seid ihr alle dabei, versprochen?

Modell eines Bades in der Ausstellung „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell eines Bades in der Ausstellung „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell eines Badewagens aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Modell eines Badewagens aus „Balnea. Architektur des Bades.” im Stadtmuseum Kiel

Öffnungszeiten
16. September 2012 bis 6. Januar 2013
Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Eintritt
3 €, ermäßigt 1 €



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3 Kommentare »

  • Libbe said:

    Toller Bericht und richtig schöne Fotos – eine gute Erinnerung an ein nettes und wirklich interessantes Ereignis!

  • Martin said:

     
    Irgendwie komme ich nicht mehr hinterher, du machst so viele schöne Fotos und schreibst zu dem so informative Texte. Du weißt, ich bin ein Fan von dem, was du machst. Danke einfach dafür!

  • Das Mädchen auf'm Dach (author) said:

    Ich komme hier selbst auch nicht so ganz hinterher – bin wieder in Kommentar-Verzug :( Das tut mir sehr leid!

    @Mama Dankeschön! Es war doch sehr schön, dass wir als Familie die Twitter-Fahne hochgehalten haben :)

    @Martin Hach, das ist immer so lieb, dass du wirklich immer kommentierst. Es ist toll zu wissen, dass du immer mitliest :)

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