Fridolins Vaterfreuden
Ja, es ist lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Aber ich hatte ja schon angekündigt, dass ich mich erstmal in meinem Aquarium eingewöhnen wollte. Das habe ich dann auch recht schnell gemacht. Irgendwann ging oben das Dach auf und zwei kleine Weibchen flogen vom Himmel. Das war merkwürdig. Erst haben wir uns nicht so gut verstanden. Es war doch mein Zuhause! Und die Mädchen führten sich echt auf. „Hier hängt eine Pflanze runter, die muss weg!” „Wir brauchen mehr Licht! Das sieht hier ja aus wie in einem Junggesellen-Tümpel!” Ich habe mich dann erst einmal verzogen. Aber wenn ich ehrlich sein soll, fand ich die Mädchen ja doch ganz niedlich.
Irgendwann habe ich mich wieder an die Geschichten von meinem Papa erinnert. Der hatte mir einmal erklärt, dass sich Mädchen darüber freuen würden, wenn man lustige Blubberbläschen machen würde. Die bleiben dann oben kleben, da wo ich sonst immer Luft hole. Also befolgte ich seinen Rat und machte den ganzen Tag über Blubberbläschen. Benni und Fenja guckten mir dabei zu – irgendwie muss das auch für die spannend ausgesehen haben. Und tatsächlich: Die Mädchen waren plötzlich ganz nett zu mir und nöhlten nicht mehr den ganzen Tag rum. Vor allem das kleine, weiße Mädchen mit den hübschen Augen lobte mich sogar für mein Meisterwerk! Allerdings meinte sie, dass sie es hübscher fände, wenn die Blubberbläschen nicht so weit vorne wären: Da würden die Großen einen immer von draußen beobachten. Also entschieden wir uns für einen Platz ganz weit hinten im Aquarium und ich legte wieder von vorne los: „Brblbrblrblbr…”
Benni und Fenja wunderten sich schon, wo ich die ganze Zeit über war. Nicht einmal zum Fressen bin ich nach vorne gekommen. Ich hatte ja keine Zeit! Aber ich glaube, ich habe den beiden einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Naja, was soll ich sagen: Ich bin seit ein paar Tagen stolzer Papa! Da gibt es nunmal Wichtigeres. Man muss ja auf die Kleinen aufpassen. Sie sind noch so winzig, eigentlich sieht man nur ihre kleinen Knopfaugen. Wir haben alle Kinder erst einmal „Fridolinchen” genannt. Im Moment erleichtert mir das einiges. Sie schwimmen aber schon wild zwischen den Pflanzen hin und her. So klein wie sie auch sein mögen: Mutiger als ich sind sie schon jetzt! Wer weiß, vielleicht erlaube ich Fenja sogar, die Kleinen mit dem großen, schwarzen Kasten anzusehen. So schlimm war das ja damals gar nicht – da können sich auch die Kleinen nicht früh genug dran gewöhnen.
Ja, das musste ich euch natürlich unbedingt kurz erzählen – aber jetzt muss ich auch schnell wieder zurück zu den Kleinen. Ich höre schon wieder wie sie sich streiten, wer nachher unter dem Lieblingsblatt schlafen darf. Uff!
Bis bald
Fridolin
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Hallo Fridolin,
erstmal natürlich: Herzlichen Glückwunsch!
Und dann die dringende Frage: wann bekommt man die Kleinen denn mal zu sehen? (Der große schwarze Kasten könnte dabei sehr hilfreich sein!)
Viele Grüße von
der Bea (die ihren knallblauen Hansi immer noch sehr vermisst …)
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