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Junges Gemüse

4 Mai 2010 2 Comments

balkon2Habt ihr schon ‘mal in einem Gewächshaus gewohnt? Ich schon… seit ein paar Wochen sprießt und blüht es in fast jedem Zimmer. Die Fensterbank im Wohnzimmer wurde umfunktioniert zur Tomatenanzuchtstation, der Balkon ähnelt einer Erdbeerplantage, in der Küche wachsen Kartoffeln und im Schlafzimmer fehlt nur noch eine Hängematte, um sich neben dem bald blühenden Hibiscus wie auf Hawaii zu fühlen.

Richtig, wir haben „nur” eine Wohnung, uns fehlt der Garten. Dafür haben wir einen Balkon. Einen sehr kleinen, aber nach ein paar Umbauarbeiten recht funktionalen. Kanichen Ludmilla nimmt den Großteil des Balkons für sich in Anspruch. Kein Wunder also, dass sie letzte Woche auch davon ausging, dass die Erdbeerpflanzen ihre wären. Kurzerhand hat sie die Hälfte der kleinen Pflänzchen aufgressen. War anscheinend lecker. Am Wochenende habe ich dann in paar neue Erdbeeren (und noch eine kleine Paprika) geplanzt. Und sie dieses Mal ganz sicher außer Reichweite von Ludmilla angesiedelt. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Abend, an dem ich auf unserem Balkon sitzen und die ersten eigenen Erdbeeren essen kann.

beet2Im März hatten Benni und ich ein paar Tomaten-, Dill-, Knobschnittlauch- und Petersiliensamen in ein kleines Gewächshaus gesät. Wir waren uns sicher, dass die Tomaten höchstwahrscheinlich nie das Sonnenlicht erblicken würden. Um ihnen dennoch eine Chance zu geben, haben wir das Minigewächshaus auf unser großes Aquarium gestellt. Bei also etwas mehr als 27°C um die Füße, fühlten sich die Samen wohl und zeigten sich gnädig. Mittlerweile sind die zwei Pflanzen in den größeren „Luxustöpfen” (ja, wir experimentieren mit unterschiedlichen Lebensbedingungen für die Pflanzen :) ) schon 40 Zentimeter groß und werden langsam flügge.

kartoffelnDas Leckerste überhaupt sind für mich aber die kleinen Kartoffeln, frisch aus der Erde. Problem: Ich kann den Balkon nicht mit Erde aufschütten und zum Acker umfunktionieren. Die Lösung kam von Mama: Kartoffel-Pflanzeimer aus Dänemark (die gibt es mittlerweile aber auch in Deutschland – habe ich am Wochenende auf dem Geranienmarkt auf dem Kieler Rathausplatz gesehen). Bis zu den Eisheiligen müssen die auf der Fensterbank doch etwas klobig aussehenden Eimer noch in der Küche stehen bleiben. Danach kommen sie auf den Balkon – natürlich weit nach oben auf das Regal, wo das Kaninchen defintiv nicht hoch kommt. Schließlich sind die Blätter hochgiftig. Irgendwann im Sommer sollten die Kartoffeln dann fertig sein.

kartoffeln2Der Trick an den Eimern: Man kann den Einsatz einfach herausnehmen, die fertigen Kartoffeln raus sammeln, den Einsatz wieder in den Eimer stellen und so mehrmals frische Kartiffeln ernten – ohne eine riesige Sauerei zu veranstalten. Verdammt praktisch, finde ich. So gibt es neben Erdbeeren, Tomaten, diversen Kräutern & Co in diesem Sommer hoffentlich auch selbst gezüchtete Kartoffeln. Und das alles auf unserem kleinen Balkon. Das wird ein Spaß. Tomaten und Kartoffeln stelle ich aber wie gesagt erst Mitte Mai nach draußen: Man muss sein Anfängerglück ja nicht gleich herausfordern.

Farblich etwas aufgepeppt wird der Balkon momentan von einem Magnolien-Strauch, einer Sonnenblume und Lavendel. Der Sommer kann kommen. Falls ‘was ist: Ihr findet mich im Garten ;)

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Gedankensprung

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