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Listen.

31 Oktober 2009 No Comment

listenNa, wer dachte da an das englische Wort für zuhören? Bitte Hand heben. Nein, darum geht es natürlich nur bedingt. Bei Listen, also den Dingern, die das Leben oder irgendwas anderes ordnen sollen, bin ich zwiegespalten.

Ich mag zum Beispiel To-Do-Listen. Einfach aus dem Grund, dass man Wörter wegstreichen kann, die vorher mit Aufgaben verknüpft waren. Wenn ich ehrlich bin, füge ich meinen To-Do-Listen grundsätzlich noch kleine, eigentlich unwichtige Aufgaben hinzu, damit ich mehrere Punkte wegstreichen kann. Und machmal schreibe ich einfach nachträglich noch ein paar Aufgaben hinzu, die eigentlich schon erledigt sind. Einfach… genau, um etwas wegzustreichen. Ein tolles System. Man fühlt sich gut und hat zumindest das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Auch wenn Punkte wie „Bafög-Antrag fertigstellen” und „Kaputte Fliese im Badezimmer erneuern“ merkwürdigerweise immer wieder unangetastet auf solchen Listen stehen.

Dann gibt es aber auch Listen, die ich nicht mag. StudiVZ-Listen zum Beispiel. Ich möchte meine Freunde und Bekannte1 nicht kategorisieren in A-, B-, C- und möglicherweiße D-Prominenz. Uni-Listen, in denen man sich in gefühlten 37 verschiedenen Portalen eintragen muss, mag ich auch nicht („Hier wählen Sie einfach einen eigenen Benutzernamen.” „Ja und hier geben Sie einfach ihre Stu-Nummer ein.” „Ja, nee, hier brauchen Sie Ihren RZ-Pin.”).

Und warum mag ich dann Twitter-Listen? Schließlich kategoriesiert man da ja auch. Und entsteht dabei nicht auch eine Über-Organisation?

Ich folge 205 Twitterern. Davon twittern einige Neuigkeiten aus Kiel, andere Anekdoten aus der Uni, viele weisen auf interessante Links hin – zum Thema Web 2.0., Medien, Fotografie, Tagesaktuelles – und wieder andere twittern Belangloses, aber oftmals Witziges und Unterhaltsames. In der Timeline erscheinen nun regelmäßig Beiträge aus all’ diesen Bereichen: Minütlich aktualisiert. Und da kommt nun der Sinn der Twitter-Listen ins Spiel. Vielleicht möchte ich just in diesem Moment sehen, was die Fotografen so treiben. Oder die Kieler. Oder diejenigen, die ich schon einmal live und in Farbe gesehen habe. Die Listen erlauben es also, genau nach diesen Themen zu filtern. Das zweite Plus ist: In Listen, in denen ich verzeichnet wurde, finde ich gegebenenfalls Gleichgesinnte, denen ich gerne followen möchte. Also eine gute Sache. Der einzige Haken: Über die Twitter-Homepage ist die Verwaltung noch etwas unübersichtlich. Das wird sich aber sicherlich ändern, wenn Tweetdeck die Listenfunktion integriert.

  1. Ja, ich weiß… auch schon unterteilt []
Stichwort , , , , , , ,


Gedankensprung

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